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RECHTSPFLEGER/IN
(Beamtenlaufbahn des gehobenen Justizdienstes)

Fim zum Ausbildungsberuf "Rechtspfleger/in" unter
http://www.berufe.tv/BA/studium?filmID=1000088

Wir stellen ein zum 1. September 2018:

Rechtspflegeranwärter/innen
(Beamtenlaufbahn gehobener Justizdienst)
Bewerbungen siehe Pt. 4


1. Aufgaben

Der Rechtspfleger ist ein unabhängiges Organ der Rechtspflege und insbesondere bei Gerichten und Staatsanwaltschaften tätig. Er ist nicht an Weisungen eines Vorgesetzten gebunden, sondern bei der Entscheidung - wie ein Richter - nur dem Gesetz unterworfen.

Tätigkeitsbereiche in der Justiz

  • Vormundschafts- und Betreuungssachen (Aufsicht über Betreuer, Genehmigung von Rechtsgeschäften)
  • Registersachen (Entscheidung über Eintragungsanträge im Handels- und Vereinsregister)
  • Anordnung und Durchführung der Zwangsversteigerung von Grundstücken
  • Durchführung von Insolvenzverfahren
  • Vollstreckung in Strafsachen (z. B. Geld- und Freiheitsstrafen)
  • Aufgaben der Zwangsvollstreckung (z. B. Pfändung von Lohnforderungen)

Einen weiteren interessanten Tätigkeitsbereich eröffnet der Strafvollzug mit seinen vielfältigen Aufgaben in der Verwaltung einer Justizvollzugsanstalt. Außerdem nehmen Beamte des gehobenen Justizdienstes auch herausgehobene Funktionen in der Justizverwaltung wahr, z. B. als Verwaltungsleiter eines Gerichts oder einer Staatsanwaltschaft.

Ausbildung von Rechtspflegeranwärtern

Tätigkeitsbereiche außerhalb der Justiz

  • bei Wirtschaftsunternehmen wie Banken, Bausparkassen, Versicherungen, Immobiliengesellschaften
  • in Anwaltskanzleien
  • bei Städten oder Gemeinden, z. B. im Bereich Grundstücksverwaltung

2. Studium/Ausbildung

Allgemeines

Die enge Verflechtung des Fachhochschulstudiums mit praktischen Ausbildungsabschnitten bereitet optimal den Einstieg in das Berufsleben vor. Die während des Studiums I an der Fachhochschule für Rechtspflege in Schwetzingen vermittelten theoretischen Grundlagen können in den sich anschließenden praktischen Ausbildungsabschnitten sogleich angewandt werden. Im Studium II werden dann die Kenntnisse und Fähigkeiten auf der Grundlage der in der Studienpraxis gewonnenen Erfahrungen wissenschaftlich ergänzt und vertieft. Während der praktischen Ausbildungsabschnitte beiten wöchentliche Arbeitsgemeinschaften die Möglichkeit der Aufarbeitung von Rechtsfällen der täglichen Praxis. Außerdem wird hier das Verständnis für das Recht gefördert und die Rechtsanwendung fortschreitend geübt.

Studienablauf

Die Ausbildung beginnt am 1. September jeden Jahres und dauert 3 Jahre. Sie endet mit der Prüfung und Verleihung des Grades eines/einer Diplom-Rechtspflegers/Rechtspflegerin (Fachhochschule).

Studieninhalte

  • Bürgerliches Recht mit Nebengesetzen
  • Handels- und Gesellschaftsrecht
  • Recht der freiwilligen Gerichtsbarkeit mit Schwerpunkt Grundbuch-, Register und Vereinsrecht
  • Zwangsvollstreckungs- und Insolvenzrecht
  • Zivilprozessrecht
  • Strafrecht, Strafprozessrecht sowie Strafvollstreckungsrecht
  • Wertpapierrecht
  • Staatsrecht
  • Verwaltungsrecht

3. Voraussetzungen

  • Abitur oder Fachhochschulreife
  • deutsche/EU-Staatsangehörigkeit
  • gesundheitliche Eignung

4. Bewerbungen

Bewerbungen können bis spätestens 15. Januar für das Folgejahr mit folgenden Unterlagen

  • handgeschriebener Lebenslauf
  • beglaubigte Abschriften der letzten 3 Zeugnisse und Nachweise über etwaige Tätigkeiten nach der Schulausbildung
  • Bewerbungsbogen (erhältlich beim Oberlandesgericht) mit aktuellem Passbild

an folgende Anschrift eingereicht werden:

Oberlandesgericht Stuttgart
Verwaltungsabteilung
Postfach 10 36 53
70031 Stuttgart


5. Weitere Auskünfte erteilen:

Frau Fuchs
 
Oberlandesgericht Stuttgart
- Verwaltungsabteilung -
Tel. 0711/212-3220
E-Mail: Jennifer.Fuchs@OLGStuttgart.justiz.bwl.de

Ausbildungsleiter Rief
Amtsgericht Ravensburg
- Ausbildungszentrum -
Tel. 0751/806-1452 oder -1432
E-Mail: Rief@AGRavensburg.justiz.bwl.de

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